header-pos

Realitätsnahe Voraussetzungen waren gegeben bei der gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehren von Endlkirchen, Arbing und Reischach, sowie des BRK-Zuges Reischach am vergangenen Montagabend. Dabei wurde nahe Maschberg, Gemeinde Erlbach, ein Verkehrsunfall mit verletzten und eingeklemmten Personen simuliert.
Nach dem „Zusammenstoß zweier Pkw"', so die Übungsannahme, galt es, die Straße zu sperren, denn Unfallort auszuleuchten und die Verletzten zu bergen und zu versorgen. Dabei kam auch der Rettungsspreizer der Reischacher Wehr zum Einsatz. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte, die vom Einsatzleiter Simon Rothenaicher von der Wehr Endlkirchen koordiniert wurden, galt es vorrangig, die „verletzten" Personen zu versorgen. Diese waren von Mitgliedern des BRK-Zuges Reischach täuschend echt mit „Wunden" geschminkt worden. Nach der Erstversorgung im Unfallauto durch die BRK-Hilfskräfte, wurden diese, unterstützt von Feuerwehrmitgliedern sorgsam aus den Autos geholt und zur „Weiterbehandlung" abtransportiert. Aus einem Auto jedoch konnten die „Verletzten" nur mit Hilfe eines Rettungsspreizers befreit werden. Die Reischacher Wehr demonstrierte dieses Rettungsgerät, das mit einem Druck von bis zu 700 bar arbeitet, eindrucksvoll. Nach der Öffnung der Fahrertüre wurden die Dachholme durchschnitten, das Auto damit in ein „Cabrio" umgewandelt. Mit ihrem Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) ist diese Wehr auf Hilfeleistung dieser Art spezialisiert. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren, musste jedoch vorher die Straße abgesperrt und der Unfallort mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden. Vorsorglich standen Wehrmänner mit Atemschutz und Löschmitteln parat.
Zur anschließenden Besprechung im Feuerwehrhaus Endlkirchen hieß der 1. Kommandant Markus Freibuchner, der auch Organisator dieser Übung war, rund 45 Einsatzkräfte willkommen. Er und Einsatzleiter Simon Rothenaicher lobten das besonnene Vorgehen aller Hilfskräfte. So seien die „Verletzten" während der Bergung ermunternd angesprochen, gewärmt und mit Decken vor Glassplittern geschützt worden. Auch Kreisbrandmeister Hans Grabmaier aus Töging, der bei dieser Übung anwesend war, lobte den guten Ausbildungsstand der Wehrmitglieder. Er erwähnte auch noch den Einsatz von Wärmebildkameras, mit denen vermisste Personen auf eine Entfernung von mehreren hundert Metern geortet werden konnten. Auch die Anzahl der Insassen kann mit diesen Kameras nachträglich ermittelt werden. Dies sei wichtig, so der Kreisbrandmeister, wenn nicht klar ist, ob sich Personen vom Unfallortentfernt haben. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Übung eine gute Weiterbildungsmaßnahme war. - hok
Quelle: ANA 27.11.2017