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Keine große Veränderung erbrachten die Neuwahlen bei der Feuerwehr EndIkirchen: Die Mitglieder sprachen Vorstand Johann Schwertfellner und Kommandant Markus Freibuchner ihr Vertrauen aus. Diese werden die Geschicke der Wehr auch in den nächsten sechs Jahren leiten. Vorstand Johann Schwertfellner begrüßte am Sonntag rund 70 Mitglieder, unter ihnen auch zahlreiche Jugendliche.
Kassier Michael Hindera bezifferte die Mehreinnahmen des vergangenen Jahres auf 5000 Euro. Dies sei der gut verlaufenen Haussammlung sowie den gut besuchten Festen der Wehr zu verdanken. Für die bevorstehende Anschaffung eines Einsatzfahrzeuges sei dies ein wichtiger Baustein. Die Kassenprüfer Gunther Hochhäusl und Manfred Rothenaicher hatten nichts zu beanstanden.
Schriftführer Norbert Werkstetter erinnerte an gesellige Veranstaltungen. So wurden Christbaumversteigerungen von Ortsvereinen und Nachbarwehren besucht, ebenso Fahrzeug- und Feuerwehrhaus-Einweihungen bei umliegenden Wehren. Ausflüge führten zum Bavaria-Filmstudio und ins Salzburger Land.
Erfolgreich beteiligten sich die Floriansjünger bei den Erlbacher Landjugendspielen. Geld in die Vereinskasse brachten die Christbaumversteigerung, das Dorffest und die „Jamaika-Beach-Party".
Jugendwart Bernhard Bader berichtete, dass derzeit neun Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren für den Feuerwehrdienst vorbereitet werden. In einer Exkursion durften sie die Gerätschaften des Technischen Hilfswerkes besichtigen. Vor Weihnachten durften sie das „Friedenslicht aus Bethlehem" in Burghausen abholen und nach Endlkirchen überbringen.
Per Handschlag in die Jugendwehr aufgenommen wurden bei der Hauptversammlung im Gasthaus Auer Anja Rohrmoser, Afra Wimmer und Tobias Kaiser.
Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute bezifferte 1. Kommandant Markus Freibuchner mit 68 und 63 gehören als passive Mitglieder der Endlkirchner Wehr an. Mehrere Aktive beteiligten sich an überörtlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Mehrere Mitglieder übten unter schwierigsten Bedingungen in einem Brandübungscontainer sowie in einem gasbefeuerten „Brandhaus" in Würzburg. Hierbei mussten die Teilnehmer einsatzkritische Verhaltensregeln und Stresssituationen unter Beweis stellen.
Zu Brandfällen wurden die Floriansjünger nicht gerufen, dafür war technische Hilfeleistung gefragt. Ein Schwerpunkt waren Unfälle auf der B 588, bei denen Straßensperren und Verkehrsumleitung erforderlich waren. Auch Gewitterschäden mussten beseitigt werden, eine Tierrettung erfolgte und bei größeren Veranstaltungen übernahmen die Aktiven Ordnungsdienst und Ausleuchtung der Parkplätze, sowie eine Feuerwache beim Sonnwendfest der Waldorfschule. In Bezug auf das neu anzuschaffende Einsatzfahrzeug „LF20" gab Markus Freibuchner bekannt, dass die Ausstattung bis auf einige kleine Details abgeklärt ist und demnach die Ausschreibung erfolgen kann.
Einen besonderen Dank richtete Kommandant Markus Freibuchner an die freiwilligen Helfer der Wehren von Endlkirchen und Erlbach, die am vergangenen Wochenende bei der Schneekatastrophe im Berchtesgadener Land zwei Tage lang wertvolle Hilfe geleistet hatten.
Abschließend gab Freibuchner bekannt, dass Kreisbrandrat Werner Huber Ende Februar 2019 sein Amt niederlegt. Zu seinem Nachfolger wurde Franz Haringer aus Burghausen gewählt. Dieser stellte sich der Versammlung vor und beteuerte, er freue sich auf dieses Amt, bei dem es viele Aufgaben zu bewältigen gibt. Auch Kreisbrandmeister Hans Grabmaier muss aus Altersgründen in diesem Jahr sein Amt niederlegen.
Kreisbrandinspektor Alois Wieser verwies darauf, dass ehrenamtliche Tätigkeit eine besondere Beständigkeit erfordere. Der Schnee-Einsatz in Berchtesgaden sei eine neue Herausforderung gewesen. Während andere Hilfskräfte für ihre Arbeit bezahlt werden, leisten die Feuerwehrmitglieder hierbei unentgeltliche Hilfe. Er lobte den guten Personalstand und besonders das Engagement der weiblichen Kräfte. „Das wichtigste bei jedem Einsatz ist jedoch, wieder gesund heimzukommen", so das Fazit des Kreisbrandinspektors.
Bürgermeister Franz Watzinger lobte die gute Wirtschaftsweise der Feuerwehr. Die große Spendenbereitschaft sei auch eine Würdigung für die freiwillig geleisteten Dienste. Wichtig sei eine gute Jugendarbeit, bei der die Begeisterung für den Feuerwehrdienst geweckt werden solle. Die Anschaffung von neuen Einsatzfahrzeugen für die beiden Wehren sei auch für die Gemeinde eine große Herausforderung. Wichtig sei, so der Bürgermeister, dass auch die Kameradschaft gepflegt werde. Er dankte den Wehrleuten für ihre Arbeit, die für das Allgemeinwohl geleistet wird.
Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: Zum 1.Vorstand wurde Johann Schwertfellner wiedergewählt, Christian Bumeder löst Erwin Kaiser als 2. Vorstand ab. 1. und 2. Kommandant bleiben Markus Freibuchner und Simon Rothenaicher. Günther Hochhäusl übernimmt das Amt des Kassiers von Michael Hindera und der Schriftführerposten bleibt bei Norbert Werkstetter. Zum Gerätewart wurde Hermann Rothenaicher berufen, sein Stellvertreter ist Robert Demmelhuber. Die Kasse wird künftig von Michael Hindera und Manfred Rothenaicher geprüft und die Leitung der Jugendgruppe obliegt weiterhin Bernhard Bader.
Bei dieser Jahreshauptversammlung wurden auch Ehrungen ausgesprochen: für 30 Jahre aktive Dienstzeit wurde Josef Mühltaler geehrt; für 20 Jahre aktive Dienstzeit wurden Michael Hindera, Wolfgang Stallhofer und Daniel Hölzlwimmer geehrt; für zehn Jahre aktive Dienstzeit wurde Christoph Schwertfellner geehrt. - hok

Quelle: ANA 16.01.2019

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