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Nicht Brandeinsätze, sondern technische Hilfeleistungen waren die Hauptbeschäftigung der Freiwilligen Feuerwehr Endlkirchen im vergangenen Jahr. Dies ging aus dem Bericht des Kommandanten Markus Freibuchner bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Auer hervor. Dabei wurden auch zahlreiche aktive und passive Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Wehr geehrt. Zur dieser Jahreshauptversammlung hieß der 1. Vorsitzende Johann Schwertfellner mehr als 80 aktive und passive Mitglieder, sowie Ehrengäste und Vertreter der Nachbarwehr Erlbach willkommen. Er kündigte an, dass in diesem Jahr das neue Einsatzfahrzeug ausgeliefert wird. Bis dahin seien noch Renovierungs- und kleine Umbaumaßnahmen am Feuerwehrhaus in Öging nötig. Der 1. Kommandant Markus Freibuchner freute sich über den Eintritt von Paul Roßmüller, Daniel Reischl, Emilia Latein, sowie Fabian und Maximilian Grübl in die Jugendfeuerwehr. Als neue Mitglieder in den aktiven Dienst hieß er Martin Schmid und Alexander Ries per Handschlag herzlich willkommen. Somit beträgt der Mitgliederstand derzeit 65 aktive und 64 passive Mitglieder. Erfreulich sei, dass zahlreiche Aktive an Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen haben. So wurden Ausbildungen zum Sprechfunker, für Absturzsicherung, sowie zur Maschinisten- und Basisausbildung besucht. Auch ein Motorsägekurs und ein Lehrgang für Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten seien absolviert worden. In der umfangreichen Winterschulung standen ebenfalls brisante Themen auf dem Programm. Neben zahlreichen Übungen legten zwei Gruppen die „Leistungsprüfung Wasser" in verschiedenen Stufen erfolgreich ab. Bei einer Übung in einem „Brandcontainer" stellten zwei Aktive einsatzkritische Verhaltensregeln in Stresssituationen unter Beweis. Brandeinsätze seien im vergangenen Jahr zum Glück nicht zu verzeichnen gewesen, dafür wurde die Wehr zu insgesamt 21 technischen Hilfeleistungen und Sicherheitswachen hinzugezogen, wie Markus Freibuchner bekanntgab. Dies waren Verkehrslenkungsmaßnahmen bei Unfällen, mehrmaliges Freischneiden von Bäumen, die infolge der Schneelast die Straßen blockiert hatten, sowie Parkplatzeinweisungen bei Großveranstaltungen. Erste Hilfe leisteten die Floriansjünger bei einem Skiunfall sowie bei einer Reanimationsmaßnahme. Großes Lob sprach der Kommandant den Aktiven aus, die bei der Schneekatastrophe im Berchtesgadener Land Hilfe leisteten. Mit Spannung sehen die Aktiven der Auslieferung des neuen Einsatzfahrzeuges LF 20 entgegen. Dies ist eine neue Herausforderung, zu der zahlreiche Sonderübungen erforderlich sein werden. Für die finanzielle Unterstützung, sowie der guten Zusammenarbeit dankte der Kommandant der Gemeinde Erlbach. Auch den Schichtarbeitern und Landwirten sprach er seinen Dank aus, denn diese halten die Einsatzbereitschaft tagsüber aufrecht.
Jugendwart Bernhard Bader berichtete, dass derzeit 13 Mitglieder der Jugendgruppe angehören. Diese nahmen an Jugend-Übungen, an einem Wissenstest und einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Unter realen Bedingungen durften sie einen „Hühnerstall-Brand" bekämpfen und kurz vor Weihnachten wurde in Burghausen das „Friedenslicht aus Bethlehem" übernommen und nach Endlkirchen gebracht. Auch in diesem Jahr sind wieder ein Ausflug, die Teilnahme am Wissenstest und eine Leistungsprüfung vorgesehen.
Schriftführer Norbert Werkstetter ließ das Vereinsleben des letzten Jahres Revue passieren: Als gesellige Veranstaltungen wurden das traditionelle Dorffest, die Feuerwehrdisco unter dem Motto „Best of 80er und 90er", sowie die Steckerlfischpartie und Nikolausfeier abgehalten. Erste Plätze belegten die Floriansjünger beim Erlbacher Bürgerschießen, sowie bei den Landjugendspielen. Beim Ferienprogramm wurden über 20 Kinder bei einem Spielenachmittag mit Quizwanderung und einer „Löschübung“ betreut. Neben Feuerwehrfesten in Buch und Tann waren Abordnungen aus Endlkirchen auch bei der Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges HLF 10 in Erlbach präsent. Die Christbaumversteigerung brachte Geld in die Vereinskasse, auch die Versteigerungen der Nachbarwehren und der Erlbacher Ortsvereine wurden rege besucht. Für die Jahresplanung waren zahlreiche Sitzungen und Besprechungen nötig, wie Norbert Werkstetter erklärte.
Über geordnete Finanzen konnte Kassier Günther Hochhäusl berichten. Für den laufenden Betrieb und Anschaffungen seien Ausgaben von mehr als 19.000 Euro angefallen. Diese Kosten habe man hauptsächlich durch Erlöse aus Veranstaltungen, Spenden, sowie eine Haussammlung erwirtschaften können. Es sei in die Ausbildung der Jugendlichen investiert worden und auch für das neue Einsatzfahrzeug wurden bereits Anschaffungen getätigt. Die vorhandenen Rücklagen seien nötig, um die Eigenleistung für das neue Fahrzeug erbringen zu können, so Günther Hochhäusl. Die Kasse wurde von Manfred Rothenaicher und Michael Hindera geprüft. Diese bestätigten eine ordentliche Kassenführung, so dass der Kassier und auch die Vorstandschaft auf Antrag von Bürgermeister Franz Watzinger einstimmig entlastet wurden.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Franz Watzinger die gute Jugendarbeit, in deren Rahmen die Jugendlichen früh lernen, Verantwortung zu übernehmen. Mit der Aus- und Fortbildung der Aktiven werde eine gute Einsatzbereitschaft gewährleistet. Das neue Einsatzfahrzeug, das heuer ausgeliefert werde, solle auch Motivation für die Aktiven sein und den Zusammenhalt fördern. Zurückblickend auf die zwölf Jahre, in denen er als Bürgermeister mit der Feuerwehr zusammengearbeitet hatte, wurde vieles geschaffen. Er sprach den Verantwortlichen seinen Dank aus für die stets gute und konstruktive, wenn nötig aber auch kritische Zusammenarbeit. Nachdem sich Martin Estermeier als neuer Kreisbrandinspektor und Johannes Baumer sich als neuer Kreisbrandmeister vorgestellt hatten, lobte Kreisbrandrat Franz Haringer die gute Jugendarbeit der Endlkirchener Wehr. Sie sei die Basis für den aktiven Feuerwehrdienst. Franz Haringer bedauerte, dass an den Feuerwehrschulen nur schwierig Plätze zu bekommen seien. Deshalb werden auf Landkreisebene viele Fortbildungsmaßnahmen angeboten, die gut angenommen werden. Auch die Kooperation mit der Werksfeuerwehr Gendorf sei hierzu ein guter und wichtiger Baustein. Zusammen mit Kreisbrandrat Franz Haringer nahmen Vorstand Johann Schwertfellner und Kommandant Markus Freibuchner eine Reihe von Ehrungen vor.
10 Jahre aktiv: Stefan Eckert, Simon Gartenmaier, Max Kamhuber und Christoph Straßer
 25 Jahre aktiv: Robert Demmelhuber, Günther Hochhäusl, Michael Rothenaicher und Norbert Werkstetter
40 Jahre aktiv: Anton Gartenmaier, Franz Kaiser, Franz Maier, Hermann Rothenaicher, Franz Waitzhofer und Winfried Wieslhuber
40 Jahre passiv: Franz Auer, Franz Edstaller, Egon Hölzlwimmer und Dieter Kammergruber
50 Jahre passiv: Heinrich Freibuchner, Josef Heilmeier, Xaver Kasböck, Martin Lanzinger, WilhelmStolz und Franz Werkstetter. 

-- hok Quelle ANA 15.01.2020

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