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Feuerwehr Endlkirchen erhielt ihr neues Fahrzeug – Notizen aus dem Jahresbericht

Normalerweise findet Anfang Januar immer die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Endlkirchen statt. Doch in diesem Jahr ist dies coronabedingt nicht möglich. Die Vorstandschaft will dennoch einen Überblick über das Jahr 2020 geben, in dem zwar keine gesellschaftlichen Veranstaltungen stattfinden konnten, die Wehrleute aber trotzdem hart gefordert waren. Der Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Auslieferung des neuen Einsatzfahrzeuges LF 20, das am 6. September in einer kleinen Feier den kirchlichen Segen erhielt.

Wie Vorstand Johann Schwertfellner und Kommandant Markus Freibuchner berichteten, konnten die Jahreshauptversammlung und die Christbaumversteigerung im Januar 2020 noch abgehalten werden, doch dann bahnte sich bereits der erste „Lockdown“ an. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich Ende Januar auch die Nachricht vom plötzlichen Tod des sehr aktiven Mitgliedes Erwin Kaiser. Dieser hatte mehreren Jahren lang auch das Amt des Zweiten Vorstandes inne und hinterlässt eine große Lücke in der Feuerwehrfamilie.

Das Jahr 2020 war geprägt von den Vorbereitungen für das neue Einsatzfahrzeug. Dazu wurde das Feuerwehrhaus in Öging renoviert und sicherheitstechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Unter Beachtung der Corona-Regeln wurde ein neues Tor eingebaut, die Schlauchtrocknung umgebaut, das Gebäude neu gestrichen und die Außenbeleuchtung erneuert. Kurz vor Jahresende haben die Aktiven auch noch eine neue Heizungsanlage eingebaut, die von der Gemeinde bezuschusst wurde. Für all diese Arbeiten haben die Aktiven der Wehr rund 500 freiwilligen Arbeitsstunden eingebracht.

Dann kam der große Tag: Am 31. Juli 2020 konnte eine Delegation das neue Feuerwehrauto LF 20 bei der Firma Rosenbauer in Linz abholen, das dann am 6. September von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu den kirchlichen Segen erhielt. Für die Anwesenden bleibt sicher die Szene in Erinnerung, wie der Pfarrvikar, der auch Mitglied der Endlkirchener Wehr ist, dem Fahrzeug in Feuerwehruniform den kirchlichen Segen erteilte.

VU LKW B588 GiggerlVU LKW B588 Giggerl

Kommandant Markus Freibuchner betonte die Notwendigkeit des neuen Einsatzfahrzeuges. Dieses kam in der Zeit zwischen der Auslieferung und der Segnung bereits vier Mal zum Einsatz. Insgesamt, so zeigt die Statistik, waren 36 Einsätze zu verzeichnen. Dies waren drei Brandeinsätze und 33 technische Hilfeleistungen. Das Spektrum reichte von Türöffnungen, Beseitigung von Sturmschäden bis hin zu Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen. Hierbei ist der Streckenabschnitt der B 588 bei Schöftenhub der „Hotspot“. Bei diesen Einsätzen waren die Wehrleute emotional stark gefordert, zumal es dabei auch um die Bergung von Schwerverletzten und sogar eines Todesopfers ging. Ein Unfall bleibt den Floriansjüngern sicher auch in Erinnerung: ein mit rund 3000 Schlachthühnern beladener Lkw geriet im Begegnungsverkehr auf das Bankett, wobei der Anhänger umkippte und Hunderte von den Tieren den Tod fanden. Rund sechs Stunden waren die Aktiven dabei im Einsatz. Bei allen Einsätzen und Übungen wird streng auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen geachtet, so der Kommandant.

Da 2020 keine Großveranstaltungen stattfinden konnten, mussten die Wehrleute auch keine Sicherheitswachen oder Parkplatzdienste übernehmen. Die gewonnene Zeit haben sie in die Renovierung des Feuerwehrhauses investiert. Aber auch das neue Einsatzfahrzeug forderte ein Maximum an Übungen und Einweisungen. „Gerade die Einsätze der vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig die gute Ausrüstung und deren Handhabung ist“ so die Sprecher der Endlkirchener Wehrfrauen-und Männer.

Jugendwart Bernhard Bader versuchte trotz aller Einschränkungen durch Corona die Jugendwehr übungstechnisch auf dem Laufenden zu halten. Im Herbst sollte noch die Abnahme des Jugendleistungsabzeichens durchgeführt werden, was aber letztendlich durch den zweiten Lockdown scheiterte.

Der Corona-Pandemie fielen auch die gesellschaftlichen Veranstaltungen zum Opfer. Es gab kein Florianiamt, keinen Vereinsausflug, und auch keine Nikolausfeier. Lediglich Steckerlfische wurden „to go“ verkauft. Durch den Ausfall des Dorffestes, sowie der Christbaumversteigerung und der Faschingsdisco erleidet die Endlkirchener Wehr auch große finanzielle Einbußen, klagt Kassier Günther Hochhäusl, zumal auch die übliche Haussammlung im Januar nicht durchgeführt werden kann. Diese soll nachgeholt werden, wenn es die Situation wieder zulässt. Die Vorstandschaft hofft auch, dass die Jahreshauptversammlung, die für den 10. Januar geplant war, nachgeholt werden kann. Als möglicher Termin wird der 27. Juni eingeplant. - hok

Quelle: ANA 20.01.2021