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Über den Zustand des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Endlkirchen in Öging hat sich der Gemeinderat vor seiner jüngsten Sitzung informiert. Wie Kommandant Markus Freibuchner erwähnte, leisten derzeit 68 Aktive, darunter vier Frauen sowie 16 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren Dienst bei der Wehr. Das Feuerwehrhaus in Öging, so Kommandant Freibuchner, wurde 1986 erbaut und 2012 erweitert. Obwohl es zur damaligen Zeit mustergültig errichtet worden sei, entspreche es den heutigen Anforderungen nicht mehr in allen Bereichen. So sei die Schlauch-Schrägtrocknungsanlage nicht mehr zulässig. Aus diesem Grund solle mit der Nachbarwehr in Reischach eine Vereinbarung getroffen werden, die künftig die Schlauchtrocknung und -Pflege übernehmen soll. Auch das Einfahrtstor für das LF8 stelle ein Problem dar: Es sei kein bruchsicheres Glas verbaut, es fehle ein Einklemmschutz zum Öffnen und Schließen und es sei auch eine Kältebrücke. Diese Probleme lassen sich nur durch den Einbau eines neuen Tores beseitigen. Ein weiteres Problem sei die Beheizung der Fahrzeughalle, sowie der Sozialräume. Hierzu sollte ein schlüssiges Konzept erarbeitet werden. Wie Kommandant Markus Freibuchner dem Gemeinderat mitteilte, seien viele Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen in Eigenregie erfolgt. Dafür sprach er den Mitgliedern seinen Dank aus. Die immer mehr werdenden Gerätschaften erfordern, wie er weiter sagte, auch mehr Platz. Eine Lösung könnte erreicht werden, wenn dafür an der Giebelseite des Anbaues eine Fertiggarage erstellt wird. Über diese könnte dann auch ein zweiter Fluchtweg aus den im Obergeschoss befindlichen Schulungs- und Sozialräumen geschaffen werden. Auch die Jugendfeuerwehr sollte eigene Räume bekommen, deshalb sei angedacht, das bisherige Kommandantenbüro umzubauen und dafür zu verwenden, so Kommandant Markus Freibuchner. Die Wehr sehe mit großer Erwartung der Auslieferung des neuen Feuerwehr-Einsatzfahrzeuges kommendes Jahr entgegen. Bis dahin wollen die Aktiven das Gerätehaus in Eigenregie neu streichen, so Freibuchner. Anschließend im Sitzungsraum informierte Gemeinderat Bernhard Rothenaicher über die Ertüchtigung des Löschwasserbehälters in Obereck. Hier seien zwei Einstiegsschächte erneuert und mit zweckmäßigen Abdeckungen versehen worden. Gemeinderat Simon Rothenaicher, 2. Kommandant der Wehr Endlkirchen, bestätigte die Zweckmäßigkeit dieser Maßnahme. Dafür seien Kosten in Höhe von 6173 Euro angefallen, die von der Gemeinde getragen werden. - hok
Quelle: ANA 25.07.2019

15 Endlkirchener Einsatzkräfte bestehen Leistungsprüfung - Zwei Jungfeuerwehrler darunter

Ihren guten Leistungsstandard haben 15 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Endlkirchen unter Beweis gestellt. Bei der Leistungsprüfung vor wenigen Tagen konnten alle die gestellten Anforderungen erfüllen und alle Prüflinge wurden mit den entsprechenden Leistungsabzeichen dafür belohnt. Erfreulich dabei war, dass mit Julius Latein und Manuel Grübl zwei Mitglieder der Jugendwehr, sowie drei Feuerwehrfrauen diese Leistungsprüfung absolviert haben.
Unter den strengen Augen der Schiedsrichter Helmut Kreupl, Herbert Reiff, Robert Stey und Michael Krause wurden auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses in Öging Rettungsknoten angelegt, knifflige Fragen beantwortet sowie Schlauchleitungen gekuppelt und verlegt bis zum Kommando „Wasser marsch!" Bemerkenswert ist, dass sich die drei „Neulinge" schon den Bedingungen der „Großen" gestellt und erfolgreich bestanden haben.
1. Kommandant Markus Freibuchner dankte seinem Stellvertreter Simon Rothenaicher, der als Ausbilder fungiert hatte, sowie den Gruppenführern für ihre Unterstützung. Besonders dankte er allen Teilnehmern für die Bereitschaft zur Teilnahme an der Prüfung. Lohn für die mehrwöchige, zeitintensive Ausbildung sei ein hervorragendes Ergebnis, mit dem man abgeschlossen habe.
Martin Estermaier und Johannes Baumer stellten sich in ihren neuen Ämtern als Kreisbrandinspektor bzw. Kreisbrandmeister vor. Sie lobten das Engagement und den guten Ausbildungsstand der Teilnehmer aus verschiedenen Altersstufen.
Auch Bürgermeister Franz Watzinger fand Worte des Lobes für die Absolventen, sowie für die gesamte Feuerwehrtruppe. Das bereits bestellte neue Fahrzeug LF 20 sei somit eine gute Investition für die Zukunft, so der Bürgermeister.
Folgende Wehrmitglieder erhielten Leistungsabzeichen überreicht: Stufe I Bronze: Julius Latein, Manuel Grübl und Theresa Schwertfellner. Stufe 2 Silber: Simone Rinner, Anna Hochhäusl, Bernhard Bader und Stefan Gartmaier. Stufe 3 Gold: Johannes Schwertfellner und Andreas Maier. Stufe 4 Gold auf Grün: Andreas Grübl und Christoph Kreil. Stufe 5 Gold auf Blau: Daniel Gartenmaier , Maximilian Kamhuber und Simon Gartenmaier. Stufe 6 Gold auf Rot: Christoph Schwertfellner. - hok

Quelle: ANA 12.06.2019

Leistungsabzeichen Wasser 2019

Keine große Veränderung erbrachten die Neuwahlen bei der Feuerwehr EndIkirchen: Die Mitglieder sprachen Vorstand Johann Schwertfellner und Kommandant Markus Freibuchner ihr Vertrauen aus. Diese werden die Geschicke der Wehr auch in den nächsten sechs Jahren leiten. Vorstand Johann Schwertfellner begrüßte am Sonntag rund 70 Mitglieder, unter ihnen auch zahlreiche Jugendliche.
Kassier Michael Hindera bezifferte die Mehreinnahmen des vergangenen Jahres auf 5000 Euro. Dies sei der gut verlaufenen Haussammlung sowie den gut besuchten Festen der Wehr zu verdanken. Für die bevorstehende Anschaffung eines Einsatzfahrzeuges sei dies ein wichtiger Baustein. Die Kassenprüfer Gunther Hochhäusl und Manfred Rothenaicher hatten nichts zu beanstanden.
Schriftführer Norbert Werkstetter erinnerte an gesellige Veranstaltungen. So wurden Christbaumversteigerungen von Ortsvereinen und Nachbarwehren besucht, ebenso Fahrzeug- und Feuerwehrhaus-Einweihungen bei umliegenden Wehren. Ausflüge führten zum Bavaria-Filmstudio und ins Salzburger Land.
Erfolgreich beteiligten sich die Floriansjünger bei den Erlbacher Landjugendspielen. Geld in die Vereinskasse brachten die Christbaumversteigerung, das Dorffest und die „Jamaika-Beach-Party".
Jugendwart Bernhard Bader berichtete, dass derzeit neun Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren für den Feuerwehrdienst vorbereitet werden. In einer Exkursion durften sie die Gerätschaften des Technischen Hilfswerkes besichtigen. Vor Weihnachten durften sie das „Friedenslicht aus Bethlehem" in Burghausen abholen und nach Endlkirchen überbringen.
Per Handschlag in die Jugendwehr aufgenommen wurden bei der Hauptversammlung im Gasthaus Auer Anja Rohrmoser, Afra Wimmer und Tobias Kaiser.
Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute bezifferte 1. Kommandant Markus Freibuchner mit 68 und 63 gehören als passive Mitglieder der Endlkirchner Wehr an. Mehrere Aktive beteiligten sich an überörtlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Mehrere Mitglieder übten unter schwierigsten Bedingungen in einem Brandübungscontainer sowie in einem gasbefeuerten „Brandhaus" in Würzburg. Hierbei mussten die Teilnehmer einsatzkritische Verhaltensregeln und Stresssituationen unter Beweis stellen.
Zu Brandfällen wurden die Floriansjünger nicht gerufen, dafür war technische Hilfeleistung gefragt. Ein Schwerpunkt waren Unfälle auf der B 588, bei denen Straßensperren und Verkehrsumleitung erforderlich waren. Auch Gewitterschäden mussten beseitigt werden, eine Tierrettung erfolgte und bei größeren Veranstaltungen übernahmen die Aktiven Ordnungsdienst und Ausleuchtung der Parkplätze, sowie eine Feuerwache beim Sonnwendfest der Waldorfschule. In Bezug auf das neu anzuschaffende Einsatzfahrzeug „LF20" gab Markus Freibuchner bekannt, dass die Ausstattung bis auf einige kleine Details abgeklärt ist und demnach die Ausschreibung erfolgen kann.
Einen besonderen Dank richtete Kommandant Markus Freibuchner an die freiwilligen Helfer der Wehren von Endlkirchen und Erlbach, die am vergangenen Wochenende bei der Schneekatastrophe im Berchtesgadener Land zwei Tage lang wertvolle Hilfe geleistet hatten.
Abschließend gab Freibuchner bekannt, dass Kreisbrandrat Werner Huber Ende Februar 2019 sein Amt niederlegt. Zu seinem Nachfolger wurde Franz Haringer aus Burghausen gewählt. Dieser stellte sich der Versammlung vor und beteuerte, er freue sich auf dieses Amt, bei dem es viele Aufgaben zu bewältigen gibt. Auch Kreisbrandmeister Hans Grabmaier muss aus Altersgründen in diesem Jahr sein Amt niederlegen.
Kreisbrandinspektor Alois Wieser verwies darauf, dass ehrenamtliche Tätigkeit eine besondere Beständigkeit erfordere. Der Schnee-Einsatz in Berchtesgaden sei eine neue Herausforderung gewesen. Während andere Hilfskräfte für ihre Arbeit bezahlt werden, leisten die Feuerwehrmitglieder hierbei unentgeltliche Hilfe. Er lobte den guten Personalstand und besonders das Engagement der weiblichen Kräfte. „Das wichtigste bei jedem Einsatz ist jedoch, wieder gesund heimzukommen", so das Fazit des Kreisbrandinspektors.
Bürgermeister Franz Watzinger lobte die gute Wirtschaftsweise der Feuerwehr. Die große Spendenbereitschaft sei auch eine Würdigung für die freiwillig geleisteten Dienste. Wichtig sei eine gute Jugendarbeit, bei der die Begeisterung für den Feuerwehrdienst geweckt werden solle. Die Anschaffung von neuen Einsatzfahrzeugen für die beiden Wehren sei auch für die Gemeinde eine große Herausforderung. Wichtig sei, so der Bürgermeister, dass auch die Kameradschaft gepflegt werde. Er dankte den Wehrleuten für ihre Arbeit, die für das Allgemeinwohl geleistet wird.
Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: Zum 1.Vorstand wurde Johann Schwertfellner wiedergewählt, Christian Bumeder löst Erwin Kaiser als 2. Vorstand ab. 1. und 2. Kommandant bleiben Markus Freibuchner und Simon Rothenaicher. Günther Hochhäusl übernimmt das Amt des Kassiers von Michael Hindera und der Schriftführerposten bleibt bei Norbert Werkstetter. Zum Gerätewart wurde Hermann Rothenaicher berufen, sein Stellvertreter ist Robert Demmelhuber. Die Kasse wird künftig von Michael Hindera und Manfred Rothenaicher geprüft und die Leitung der Jugendgruppe obliegt weiterhin Bernhard Bader.
Bei dieser Jahreshauptversammlung wurden auch Ehrungen ausgesprochen: für 30 Jahre aktive Dienstzeit wurde Josef Mühltaler geehrt; für 20 Jahre aktive Dienstzeit wurden Michael Hindera, Wolfgang Stallhofer und Daniel Hölzlwimmer geehrt; für zehn Jahre aktive Dienstzeit wurde Christoph Schwertfellner geehrt. - hok

Quelle: ANA 16.01.2019

Neuwahlen und EhrungenNeuwahlen und Ehrungen

Mit 160 Teilnehmern beim Bürgerschießen 2018 haben die Hubertusschützen nur knapp einen Teilnehmerrekord verfehlt. Den Titel als passiver Ortsmeister sicherte sich Rosina May, Ortsmeister bei den aktiven Schützen wurde Tobias Kaiser. Mit einem starken Mannschaftsergebnis konnten die vier besten Schützen der „Oberecker" den Sieg mit einem Gesamtteiler von 81,4 für sich verbuchen, knapp vor der KAB Erlbach (88,0-Teiler) und den Böllerschützen (112,6-Teiler). Mit 35 Schützen sicherte sich die Feuerwehr Endlkirchen Platz 1 bei der Meistbeteiligung, knapp gefolgt von den Floriansjüngern aus Erlbach mit (33) und dem Gartenbauverein Erlbach (14). Bei der Preisverteilung im Gasthaus Prostmeier am Freitag wurden neben den vielen Sachpreisen für die besten Blattl auch die Geldpreise für die Schützen mit den meisten Ringen verteilt. Den von Innenstaatssekretär MdB Stefan Mayer gestifteten Sonderpreis, eine viertägige Berlinreise für zwei Personen, sicherte sich Stine Wegersberger mit einem 201,0-Teiler. Ausgelobt war der Preis für den Schützen, welcher einem 201,9-Teiler am nächsten kommt. Die neuen Schützenkönige, welche auch im Rahmen des Bürgerschießens ermittelt wurden, werden am Schützenball am 19. Januar im Prostmeiersaal proklamiert. - hok

Quelle: ANA 09.01.2019

Vor knapp einem Jahr mussten sie zum letzten Mal ausrücken. Sturm Kolle hatte in Töging Strommasten geknickt, Expertenwissen war gefragt. Ebenso im Oktober 2016, als im Innkanal ein Lastwagen versank. Und natürlich wenige Monate zuvor bei der Hochwasser-Bewältigung in Simbach. Ein Blick in die Einsatzbilanz der Altöttinger THWler zeigt schon: Oft werden die „Blauen" nicht zu Hilfe geholt. Dabei hätten sie den „Roten" mitunter einiges voraus.
Fast schon versteckt liegt die Niederlassung des Technischen Hilfswerks im Eisenfeldener Gewerbegebiet. Eingerahmt von Firmenhallen warten Lkw, Anhänger, Verpflegungseinheit und tonnenweise Gerätschaften auf ihren Einsatz. Gut möglich, dass sie darauf jahrelang warten. So wie auch der aktive Kern des etwa 35 Köpfe zählenden Ortsverbands - wobei der Begriff Ortsverband verwirrt, weil das Einzugsgebiet den gesamten Landkreis umfasst.
Mitglieder, vor allem solche, die anpacken, könnte die Niederlassung deutlich mehr gebrauchen, sagt Bernhard Bader, der im Ortsverband die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Nur: Wo Sich die anderen Blaulicht-Organisationen wie Feuerwehr und BRK schon schwer tun, steht das THW vor einer besonders großen Aufgabe. „Die Feuerwehren sind in den Gemeinden präsent, sie gehören zum Dorf dazu", sagt Bader. Beim THW dagegen sind weder Kommune, noch Landkreis oder Land zuständig, sondern einzig der Bund. Und seit dieser die Wehrpflicht ausgesetzt hat, sind auch jene Helfer weggebrochen, die eine längerwierige THW-Verpflichtung der Bundeswehr vorgezogen hatten.THW Stadtplatz
So kommt es, dass die „Blauen" immer noch ein wenig mehr von Nachwuchssorgen geplagt werden als die „Roten" - auch weil man beim THW halt viel übt und wartet, aber das Gelernte nur selten unter Beweis stellen kann, wohingegen Einsätze und die damit verbundene Herausforderung bei den Feuerwehren quasi zum Alltag gehören.
Kommt es allerdings doch zur Alarmierung, dann wissen die THWler von Anfang an, dass es ums Ganze geht. Großschadensereignisse, die sich über mehrere Tage hinziehen können, sind ihr Fachgebiet, egal ob Hochwassereinsätze, Unwetterfolgen oder komplizierte Spezialaufgaben, etwa der Waldbrand am Thumsee vor fünf Jahren.
Bei der 50-Jahr-Feier am Wochenende verglich der Leiter der Gendorfer Werkfeuerwehr, Martin Siebert, das THW mit Langstreckenläufern, während die Feuerwehren Sprinter seien. Tatsächlich sind die Hilfswerker nichts für den Soforteinsatz. Sie kommen dann, wenn „den anderen die Luft" ausgeht, wie es Bernhard Bader spaßeshalber beschreibt. Gefragt Sind sie auch, wenn die Feuerwehren technisch an ihre Grenzen stoßen. „Alles gerne eine Nummer größer", sagt der 35-Jährige in Bezug auf die Ausstattung, egal ob es um Lkw- Hebekissen, Pumpen oder Stromaggregate geht.
Mit denen ist der Altöttinger Ortsverband gut ausgestattet. Zwei Bergungsgruppen sind zentraler Bestandteil des Standortes, inklusive allem was beispielsweise zur Trümmerbeseitigung oder dem Bau von Hilfskonstruktionen notwendig ist. Dazu kommt die Verpflegungskomponente, die klassische Suppenküche also, die bei langwierigen Einsätzen bis zu 250 Helfer versorgen kann.
Integriert sind die Altöttinger in die Mühldorfer Regionalstelle. Deren Gebiet reicht von Berchtesgaden bis Landshut und umfasst Spezialeinheiten mit Bergungstauchern, Sprengtechnikern und schweren Räumfahrzeugen. Klar blicke man immer auch ein klein wenig neidisch zu den Kollegen, während man selbst an der Suppenküche steht, sagt Bernhard Bader mit einem Augenzwinkern, „aber wenn dann im Einsatz der Hunger kommt, passt's auch wieder“. Zumal die Zusammenarbeit reibungslos funktioniere.
Nicht immer ganz so einfach sei es hingegen mit den Feuerwehren. Zwar sei zum Glück jene Zeit weitgehend vorüber, in der örtliche Kommandanten mit Argusaugen über ihr Revier wachten und bereits den Gedanken an einen Ruf nach Verstärkung als Zeichen der Schwäche auffassten. Doch gebe es schon immer wieder Einsätze, bei denen sich die THWler im Nachhinein fragen würden, weshalb sie nicht hinzugerufen wurden. „Von friedlicher Koexistenz", spricht Bernhard Bader in Bezug auf das Verhältnis zwischen „Blauen" und „Roten", und kann dabei gut einen Blick auf beide Seiten werfen, schließlich gehört er neben seiner THW-Tätigkeit auch der Feuerwehr Endlkirchen an - eine Seltenheit, denn eines hat sich über die Jahrzehnte weitgehend gehalten: entweder THW oder Feuerwehr.
50 Jahre sind es mittlerweile, dass der Altöttinger Ortsverband aus der Taufe gehoben wurde. Untergebracht war er zunächst in der Alten Knabenschule am Stadtplatz Neuötting, erst nach einigen Zwischenstationen ging es nach Eisenfelden. Der erste Einsatz folgte im Januar 1970, als es galt, Dächer von Schneemassen zu befreien. Seitdem hatten es die THWler immer wieder mit anspruchsvollen Aufgaben zu tun: dem 1976er-Erdbeben in Norditalien etwa, den Stürmen Vivian und Wiebke zu Beginn der 90er, den Hilfslieferungen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion oder auch den Hochwasserkatastrophen an der Oder und zuletzt in Simbach. Vor allem in letztgenanntem Fall waren die „Blauen" gefragt, mit ihren Gerätschaften, ihrem Wissen und der zusätzlichen Arbeitskraft. Da gab's dann auch keine Frotzeleien seitens der „Roten" mehr.

Quelle: ANA 21.06.2018